stille

„Stille“ ist ein tolles wort. es klingt viel feiner und vielschichtiger als „ruhe“ und ist dennoch klar, ohne schnörkel. ich liebe die stille der nacht, wenn gedanken, die sich den tag über versteckt haben, aus ihren ecken trauen, um laut aufzuschreien, zu klagen oder freude verkünden. das sind die momente, in denen man eigentlich nicht allein sein möchte, in denen man eine person bei sich haben möchte, die keine erklärungen braucht, die einfach nur da ist und sicherheit ausstrahlt. was macht man, wenn es diese person nicht gibt? jemanden suchen? alles alleine trage? schweigen? zerbrechen? aufgeben?

jeder mensch kann frei entscheiden… entscheiden, ob er seine bestimmung annimmt oder nicht. doch ist bestimmung das abfinden mit gegebenheiten oder der ständige kampf dagegen? wann sollte man glücklich sein und wann ist es richtig eben genau nicht glücklich zu sein?

eine welt, in der es keinen kummer, keine sorgen und nöte gäbe, wäre nicht zu ertragen. aber wie schwer darf etwas sein, um es allein zu tragen und ab wann ist es legitim um hilfe zu bitten?

wie viel hält ein krug aus, bevor er zerbricht?

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