generation D

ich hab mir letzte woche ein neues buch zugelegt mit dem titel: generation doof. die ersten kapitel sind gelesen und ich muss mit erschrecken feststellen, dass die autoren zum größten teil recht haben. wie viele menschen in meinem alter scheitern schon daran richtig zu lesen und das gelesene dann auch noch richtig zu verstehen. ich denke dabei gern an solche lustigen episoden wie: „Kann ich meine margarita anstatt mit erdbeeren auch mit pilzen haben?“ (wir reden hier von einem getränk, dass auch als solches in der getränkekarte ausgewiesen ist) oder „Ihr französich in dieser karte ist nicht besonders gut.“ das ist richtig. das könnte aber ganz einfach daran liegen, das es sich um englisch handelt… oder oder oder

manchmal habe ich ja auch solche geistigen komplettausfälle, aber ich bemühe mich etwas dagegen zu tun.

und ich tue etwas für meine absicherung, was für viele ein thema ist, mit dem man sich irgendwann mal beschäftigen kann. seit heute bin ich besitzer einer kontobezogenen kreditkarte (also gibt es keinen kreditrahmen, der einmal im monat dazu führt, dass mein konto hemmungslos überzogen wird und ich einen kredit aufnehmen muss), einer lebensversicherung, einer privaten haftpflicht und einer berufsunfähigkeitsversicherung (die das dasein als student mit einbezieht). jetzt bin ich irgendwie erst einmal pleite aber gut abgesichert. tolles gefühl. es drückt sowas von: „herzlich willkommen in der welt der erwachsenen!“ aus.

ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich nicht trotzdem voll in die generation d reinfalle, aber ich versuche mich dagegen zu wehren und koche mir jetzt mein abendessen selbst und verwende dafür keine fertigprodukte! will jemand mitessen????

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Eine Antwort

  1. Grünweg

    Du unternimmst auch etwas gegen das eigene abrutschen.
    Du liest, schreibst und liebst die deutsche Sprache, so scheint es.
    Zur richtigen Auswahl des überbordenden Medienangebotes gehört eine ganz grosse Menge Unbequemlichkeit.
    Das allerdings bedingt, selbst bei Tätigkeiten, bei denen man meint abschalten zu können, wie lesen, nicht abzuschalten.
    Weil sie weiter dauerhaft den Geist bewegen.

    Der arbeitende Bürger allerdings, blickt all zu häufig nur in seinem Quader durch. Darin sind ihm alle Kanten gleich gewohnt.
    Man kann Ihnen, nur hier und dort, eine andere Farbe verpassen, aber sie bleiben immer gleich lang.
    So ist das halt, wenn man sich dem täglich Gleichem unterwirft.

    Ich muss nicht immer lesen, mich nur mit Intelligenz umgeben, um trotz alle dem, ein vernünftiges Deutsch
    aus mir heraus zu bringen.
    Wer keinen Duden besitzt, sitzt auch schon, früh um 10, vor der Glotze.
    Das ist arm!!!

    Interessiert sein, an unserer grossen Welt, am Menschen, der Natur, ich möchte es niemals aufgeben.

    07/04/2009 um 14:28

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